Meldewesen_Screenshot

Modul Meldewesen

Im Bereich des Meldewesens ermöglicht aifExpert automatisierte Meldungen an die Bundesbank, die BaFin/Esma und das Bundeszentralamt für Steuern.

Dabei setzt aifExpert auf Standardisierung & Automatisierung und bietet die Möglichkeit, die Informationen entsprechend den Vorgaben der deutschen Bundesbank, der BaFin sowie des Bundeszentralamts für Steuern elektronisch per Knopfdruck zu übertragen.

Die hierfür benötigten Daten werden in speziellen Erfassungsmasken in aifExpert hinterlegt. Schnittstellen zu bestehenden Systemen - wie xpectoPro oder ein MS-Excel-Import - sind bereits vorhanden oder können implementiert werden. Dadurch reduziert sich der manuelle Erfassungsaufwand erheblich. Zusätzlich werden alle Veränderungen lückenlos und revisionssicher im integrierten Änderungsprotokoll- und Rechtesystem dokumentiert.

Das Modul Meldewesen von aifExpert ist ein wichtiger Baustein, um die Erstellung des Berichtswesens an die Deutsche Bundesbank, BaFin und das Bundeszentralamt für Steuern professionell und mit geringstmöglichem Zeitaufwand IT-gestützt zu organisieren.

Prozess- & Managementunterstützung

  • Meldewesen mit vielfältigen Funktionen
  • Integriertes Änderungsprotokoll- und Rechtesystem
  • Betrieb der Software und Datenhaltung in eigener Hand
  • Umfangreiche und anpassbare Berichte & Fact-Sheets
  • Direkte Schnittstellen zu Institutionen wie Bundesbank und BZSt
  • 4-Augen-Prinzip mit Freigabe-Aufforderung per E-Mail
  • Termin- und Wiedervorlagen-System
  • Verschiedene Export- und Import-Möglichkeiten
  • Offene und nachvollziehbare Datenstruktur und -ablage
  • Flexible und eigenständige Datenablage und -anreicherung möglich
  • Hinterlegung von Workflows und Prozessen möglich

Schnittstellen

  • Verwendung der Daten aus der Anlegerverwaltung
  • Verwendung der Daten aus der Buchhaltung
  • Verwendung der Daten aus dem Liquiditätsmanagement
  • Verwendung der Daten aus Datei-Importen

verfügbare Module

Folgende Module sind aktuell vorhanden und haben folgende Highlights:

  • Erstellung von Meldungen je nach Institution
  • Direkte Schnittstelle zu Institutionen wie Bundesbank oder BZSt
  • Gemäß den rechtlichen und technischen Vorgaben
Umsetzung in aifExpert
  • Erstellung von Meldungen für die Bundesbank
  • Gemäß den rechtlichen und technischen Vorgaben
  • Stichwort: 10389 ibs 10392-Formulare / -Meldungen
Kurzbeschreibung Angaben über offene und geschlossene Investmentvermögen, unter anderem über die Höhe und Zusammensetzung des Fondsvermögens, den Anteilumlauf und Anteilabsatz, die Ausgabe- und Rücknahmepreise sowie die Mittelzu- und -abflüsse
Rechtliche Grundlagen Anordnung Nr. 8003/20131 der Deutschen Bundesbank
Meldepflichtige Unternehmen KVGen und extern verwaltete Investmentgesellschaften im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB)
Inhalte der Meldung
  • Formular 10389: Allgemeine Angaben zur meldenden Gesellschaft
  • Formular 10390: Allgemeine Angaben für das einzelne Investmentvermögen
  • Formular 10391: Monatliche Meldung für Investmentvermögen
  • Formular 10392: Monatliche Meldung für Investmentvermögen (ohne Geldmarktfonds)  -Bereinigungen infolge Neubewertung-
Fristen
  • Formulare 10389 und 10390: Unverzüglich nach Gründung der Gesellschaft bzw. Auflegung des Investmentvermögens, der Bildung von Anteilklassen oder Teilfonds sowie nach Änderung von Merkmalen
  • Formulare 10391 und 10392: Monatliche Meldung für jedes Investmentvermögen bis zum fünften Geschäftstag des auf den Berichtsmonat folgenden Monats
Meldeweg / Schnittstellen
  • Bei der Bundesbank über das Bundesbank-ExtraNet per ExtraNet-Filetransfer
  • Alternativ händisch in der Online-Erfassungsmaske des Allgemeinen Meldeportals Statistik (AMS)
Technische Grundlagen

Die Meldungen sind nach dem von der Bundesbank vorgeschriebenen Datenaustauschformat XML und unter Beachtung der technischen Vorgaben zur elektronischen Datenübermittlung abzugeben.

Kontakt und Support
  • Weiterführende Informationen:

https://www.bundesbank.de/de/service/meldewesen/bankenstatistik/statistik-ueber-investmentvermoegen-604682

  • Rechtliche Grundlagen:

https://www.bundesbank.de/resource/blob/613160/f20f46898da4da29f1fc1512dc8d1368/mL/2013-11-26-8003-data.pdf

  • Technische Grundlagen:

https://www.bundesbank.de/de/service/meldewesen/bankenstatistik/formate-xml

 

Umsetzung in aifExpert
  • Erstellung von Meldungen für die Bundesbank
  • Gemäß den rechtlichen und technischen Vorgaben
  • Stichwort K3- & K4-Formulare /-Meldungen
Formular Meldeformular K 3 Meldeformular K 4
Kurzbeschreibung Angaben über Vermögen von Inländern im Ausland Angaben über Vermögen von Ausländern im Inland
Rechtliche Grundlagen § 64 der Außenwirtschaftsverordnung in Verbindung mit dem Außenwirtschaftsgesetz (AWG) § 65 der Außenwirtschaftsverordnung in Verbindung mit dem Außenwirtschaftsgesetz (AWG)
Meldepflichtige Unternehmen

Meldepflichtig sind Unternehmen und Privatpersonen, denen unmittelbar 10% oder mehr der Anteile oder Stimmrechte an einem ausländischen Unternehmen mit einer Bilanzsumme von (umgerechnet) mehr als 3 Mio Euro zuzurechnen sind.

Ist ein unmittelbar im Ausland gehaltenes Unternehmen vom deutschen Investor abhängig (Mehrheitsbeteiligung), so sind die von diesem ausländischen Unternehmen abhängigen weiteren Auslandsbeteiligungen ebenfalls zu melden.

Meldepflichtig sind inländische Unternehmen mit einer Bilanzsumme von mehr als 3 Mio Euro, wenn einem oder mehreren wirtschaftlich verbundenen Ausländer(n) 10 % oder mehr der Anteile oder Stimmrechte an dem Unternehmen zuzurechnen sind.

Wird ein Unternehmen in Deutschland mehrheitlich aus dem Ausland gehalten, so sind die vom Meldepflichtigen abhängigen weiteren Unternehmen in Deutschland ebenfalls zu melden.

Inhalte der Meldung
  • Allgemeine Angaben über Person oder Unternehmen des Meldepflichtigen
  • Liste mit Angabe von Firma und Sitz der Unternehmen im Ausland, an denen der Meldepflichtige unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist
  • Angaben über diese Unternehmen im Ausland
  • Bilanzen dieser Unternehmen
  • Bei unmittelbaren Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen im Ausland zusätzlich: Börsenwert der Beteiligung am Bilanzstichtag sowie ISIN des jeweiligen Unternehmens

 

Von allen Meldepflichtigen:

  • Allgemeine Angaben über das Unternehmen des Meldepflichtigen
  • Liste mit Angabe von Firma und Sitz der Ausländer, die an einem meldepflichtigen Unternehmen beteiligt sind
  • Allgemeine Angaben über die ausländischen Beteiligungen
  • Bilanz des Meldepflichtigen
  • Ist der Meldepflichtige ein börsennotiertes Unternehmen zusätzlich: Börsenwert der gehaltenen Anteile ausländischer Kapitalgeber am Bilanzstichtag sowie ISIN des Unternehmens

Von meldepflichtigen Unternehmen, die zu mehr als 50% im Besitz eines Ausländers bzw. mehrerer wirtschaftlich verbundener Ausländer sind und selbst an inländischen Unternehmen mit mehr als 50% der Anteile oder Stimmrechte beteilingt sind, außerdem:

  • Liste mit Angabe von Firma und Sitz inländischer Unternehmen, an denen der Meldepflichtige und/oder seine abhängigen Unternehmen mit mehr als 50 % beteiligt sind und deren Bilanzsumme  3 Mio Euro übersteigt

  • Mittelbare Beteiligungen des bzw. der Ausländer

Fristen

Einmal jährlich spätestens bis zum letzten Werktag des sechsten auf den Bilanzstichtag des Melders folgenden Monats

Meldeweg / Schnittstellen
  • Bei der Bundesbank über das Bundesbank-ExtraNet per ExtraNet-Filetransfer
  • Alternativ händisch in der Online-Erfassungsmaske des Allgemeinen Meldeportals Statistik (AMS)
Technische Grundlagen

Die Meldungen sind nach dem von der Bundesbank vorgeschriebenen Datenaustauschformat XML und unter Beachtung der technischen Vorgaben zur elektronischen Datenübermittlung abzugeben.

Kontakt und Support

Weiterführende Informationen:

https://www.bundesbank.de/de/service/meldewesen/aussenwirtschaft-formular-center/meldeformulare-k-3-und-k-4-604706

Hintergrund Die Meldung dient der Ermittlung von statistischen Informationen über die Höhe und die Struktur der deutschen Direktinvestitionen im Ausland.  Aufgrund des hohen Grades der weltwirtschaftlichen Verflechtung der Bundesrepublik Deutschland sind diese Informationen dringend erforderlich. Die Meldung dient der Ermittlung von statistischen Informationen über die Höhe und die Struktur der ausländischen Direktinvestitionen im Wirtschaftsgebiet. Aufgrund des hohen Grades der weltwirtschaftlichen Verflechtung der Bundesrepublik Deutschland sind diese Informationen dringend erforderlich.
Umsetzung in aifExpert
  • Erstellung von Meldungen für die Bundesbank
  • Gemäß den rechtlichen und technischen Vorgaben
  • Stichwort: Z4, Z8, Z10 bis Z15-Formulare / -Meldungen
Kurzbeschreibung

Die Zahlungsbilanz erfasst für einen bestimmten Zeitraum wertmäßig alle wirtschaftlichen Transaktionen zwischen Inländern und Ausländern.

Abzugeben sind Zahlungsmeldungen und Bestandsmeldungen.

Rechtliche Grundlagen

Trägerin der Zahlungsbilanzstatistik ist die Deutsche Bundesbank auf Grundlage von § 18 BBankG, § 26 AWG, § 55 AWV und des Gesetzes über die Statistik des grenzüberschreitenden Warenverkehrs (AHStatGes).

Meldungsart

Zahlungsmeldungen

Bestandsmeldungen
Meldepflichtige Unternehmen

Juristische (und natürliche) Personen und Personengesellschaften mit Sitz oder Ort der Leitung im Inland

  • Inländische juristische (und natürliche) Personen (ausgenommen Monetäre Finanzinstitute (MFIs), Investmentaktiengesellschaften, KVGen bzgl. ihrer Investmentfonds) (Gruppe 1)
  • Inländische Unternehmen, deren Auslandsforderungen oder -verbindlichkeiten mehr als 500 Mio Euro betragen (Gruppe 2)
Inhalte der Meldung
  • Formulare Z 4 bzw. Z 10: Zahlungen von mehr als 12.500 Euro oder Gegenwert, die von Ausländern oder für deren Rechnung von Inländern entgegengenommen werden oder an Ausländer oder für deren Rechnung an Inländer geleistet werden
  • Formular Z 8: Für Seeschiffahrtsunternehmen gelten darüber hinaus spezielle zusätzliche Meldeverpflichtungen (siehe Link unten)

Geldinstitute haben zusätzlich monatlich folgende Meldungen abzugeben:

  • Formular Z 10: Wertpapiergeschäfte und Finanzderivate mit Ausländern (für eigene oder fremde Rechnung)
  • Formular Z 11: Zahlungen für Wertpaper-Erträge im Außenwirtschaftsverkehr
  • Formular Z 12: Zahlungseingänge/-ausgänge im Reiseverkehr: Karten-Umsätze
  • Formular Z 13: Zahlungseingänge/-ausgänge im Reiseverkehr: Sorten und Fremdwährungsreiseschecks
  • Formular Z 14: Zinseinnahmen und zinsähnliche Erträge im Außenwirtschaftsverkehr (ohne Wertpapierzinsen)
  • Formular Z 15: Zinsausgaben und zinsähnliche Aufwendungen im Außenwirtschaftsverkehr (ohne Wertpapierzinsen)

Für die Formulare Z 4, Z 10, Z 14 und Z 15 besteht eine Meldefreigrenze von 12.500 Euro oder Gegenwert. Die Formulare Z 11, Z 12 und Z 13 sind hingegen ohne Meldefreigrenze zu melden.

  • Gruppe 1: Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Ausländern, wenn die Summe der Forderungen oder die Summe der Verbindlichkeiten bei Ablauf eines Monats mehr als 5 Mio Euro oder Gegenwert in anderer Währung beträgt
  • Gruppe 2: Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Ausländern aus derivativen Finanzinstrumenten

Es werden folgende meldepflichtige Inhalte unterschieden:

  • Formular Z 5: Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzbeziehungen mit ausländischen Geldinstituten
  • Formular Z 5a Blatt 1: Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzbeziehungen mit ausländischen Nichtbanken
  • Formular Z 5a Blatt 2: Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Nichtbanken aus dem Waren- und Dienstleistungsverkehr (Exportforderungen und lmportverbindlichkeiten einschließlich geleisteter und entgegengenommener Vorauszahlungen)
  • Formular Z 5b: Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Ausländern aus derivativen Finanzinstrumenten
  • Für Bestandsmeldungen über Unternehmensbeteiligungen siehe Bereich AWS (betrifft die Formulare K 3 und K 4)
Fristen
  • Formulare Z 4 bzw. Z 10: Zahlungen für die Veräußerung oder den Erwerb von Wertpapieren und Finanzderivaten sowie Zahlungen im Zusammenhang mit der Einlösung von Wertpapieren sind bis zum 5. Kalendertag des auf die Zahlung folgenden Monats zu melden. (monatlich)
  • Formulare Z 4 bzw. Z 10: Alle weiteren Zahlungen sind bis zum 7. Kalendertag des auf die Zahlung folgenden Monats zu melden. (monatlich)

Für Geldinstitute gelten zusätzlich folgende Meldefristen:

  • Formulare Z 10 bis Z 15: Monatlich bis zum 5. Kalendertag des auf den Berichtsmonat folgenden Monats
  • Formular Z 4: Monatlich bis zum 7. Kalendertag des auf den Berichtsmonat folgenden Monats
  • Formular Z 5: Monatlich bis zum 10. Tag nach Ablauf eines Monats
  • Formular Z 5a: Monatlich bis zum 20. Tag nach Ablauf eines Monats
  • Formular Z 5b: Spätestens bis zum 50. Kalendertag nach Ablauf eines jeden Kalendervierteljahres / nach Ende des Berichtsquartals
Meldeweg / Schnittstellen
  • Bei der Bundesbank über das Bundesbank-ExtraNet per ExtraNet-Filetransfer
  • Alternativ händisch in der Online-Erfassungsmaske des Allgemeinen Meldeportals Statistik (AMS)
Technische Grundlagen

Die Meldungen sind nach dem von der Bundesbank vorgeschriebenen Datenaustauschformat XML und unter Beachtung der technischen Vorgaben zur elektronischen Datenübermittlung abzugeben.

Kontakt und Support

Weiterführende Informationen:

https://www.bundesbank.de/resource/blob/755288/0d6f42123ae7e3f1b40a8927ed61dca3/mL/einstieg-in-das-meldewesen-data.pdf

Hintergrund Die Meldungen dienen der Erstellung der Zahlungsbilanz und des Auslandsvermögensstatus der Bundesrepublik Deutschland sowie der Statistik über Direktinvestitionsbestände. Dadurch geben sie den für Wirtschafts- und Währungspolitik zuständigen Stellen, aber auch Verbänden, Unternehmen und der Wissenschaft valide Informationen über Grad und Struktur der außenwirtschaftlichen Verflechtungen Deutschlands mit der übrigen Welt an die Hand.

 

Umsetzung in aifExpert
  • Erstellung von Meldungen für die BaFin / Esma
  • Gemäß den rechtlichen Vorgaben (§35 KAGB und Esma-Guideline 24(1) - 24(4))
  • Stichwort: AIFM- & AIF-Meldung
Kurzbeschreibung

Angaben von Verwaltern alternativer Investmentfonds, die nicht von der OGAW-Richtlinie (UCITS) erfasst werden, sowohl über die Gesellschaft (AIFM-Meldung) als auch über die Investmentvermögen (AIF-Meldung)

Rechtliche Grundlagen
  • § 35 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB)
  • § 44 Abs. 1 Nr. 4 und Abs. 7 KAGB
  • Art. 2 bis 5 und 110 sowie Anhang 4 der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 231/2013 in Verbindung mit Art. 3(3)(d) und 24(1), (2) und (4) der AIFMD
  • Siehe untenstehenden Link für weitere rechtliche Grundlagen.
Meldepflichtige Unternehmen

Nach §35 KAGB alle Verwaltungsgesellschaften

  • mit Sitz in Deutschland, die AIF im Inland verwalten oder zu verwalten beabsichtigen,
  • mit Sitz in Deutschland, die AIF in einem Staat der EU oder des EWR verwalten oder zu verwalten beabsichtigen,
  • mit Sitz in Deutschland, die einen AIF, auch soweit dieser seinen Sitz nicht innerhalb der EU oder dem EWR hat, innerhalb der EU oder des EWR vertreiben sowie
  • ausländische AIF-Verwaltungsgesellschaften nach Maßgabe des § 35 Abs. 6.
Inhalte der Meldung
  • AIFM-Meldungen: Angaben auf Gesellschaftsebene
  • AIF-Meldungen: Angaben auf Ebene der Investmentvermögen
Fristen
  • Abhängig von den Anforderungen an die jeweilige KVG ist die Meldefrequenz unterschiedlich: vierteljährlich, halbjährlich bzw. jährlich
  • Referenzzeitpunkt für den Beginn der Meldepflicht ist für AIF-KVGen, die die Übergangsvorschriften des KAGB anwenden, das Eingangsdatum des Registrierungs- bzw. Erlaubnisantrages.
  • Für alle anderen AIF-KVGen ist der Referenzzeitpunkt das Datum der Erlaubniserteilung bzw. das Datum der Registrierung.
  • Die Meldepflicht beginnt ab dem 1. Quartal nach dem Referenzzeitpunkt.
  • Der Meldezeitraum ist abhängig von der jeweiligen Meldefrequenz. 
  • Im Anschluß an die Übermittlung der rückwirkenden Meldungen beginnt der standardisierte Meldeturnus gemäß den Vorgaben der ESMA-Leitlinien.
  • Siehe untenstehenden Link für Beispiele und weitere Informationen (insb. Punkte 16 und 17).
Meldeweg / Schnittstellen
  • Bei der BaFin über das Melde- und Veröffentlichungssystem (MVP-Portal) 
  • Hier ist kein anderer Übertragungsweg möglich. (keine Online-Maske oder E-Mail-Übermittlung)
Technische Grundlagen
  • Die Meldung kann ausschließlich im XML-Format entsprechend der von der ESMA publizierten Spezifikation an die BaFin abgegeben werden.
  • Die Meldung umfasst eine XML-Datei für die AIFM-Meldungen und eine XML-Datei, in der sämtliche AIF-Meldungen zusammengefasst werden.
  • Als Meldedateien sind ausschließlich Dateien erlaubt, die mit GZIP komprimiert worden sind. Die XML-Datei der AIFM-Meldung ist hierbei getrennt von der XML-Datei der AIF-Meldung zu komprimieren.
  • Zur Abgabe der Meldung ist eine Anmeldung für das entsprechende MVP-Fachverfahren ("AIFMD-Berichtswesen") erforderlich.
  • Erfolgt die Meldung nicht durch die AIF-KVG selbst, muss dem Antrag auf Freischaltung des Fachverfahrens eine gültige Vollmacht beigefügt werden. Diese Freischaltung berechtigt jeweils nur zur Meldung für eine KVG.
  • Das Melden von mehreren KVGen in einer Datei ist unzulässig.
Kontakt und Support
  • Weiterführende Informationen:

https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Merkblatt/WA/mb_140815_meldepflicht_aif-vwges-35kagb.html

  • Informationen zum MVP-Portal:

https://www.bafin.de/DE/DieBaFin/Service/MVPportal/MVPportal_artikel.html;jsessionid=6B2390CAA75696DD233E27748C75FA61.2_cid372?nn=9450978

  • AIFMD-Support Team der BaFin:

E-Mail: Support-AIFMD-Report@bafin.de

Für Fehler beim Dateiupload bzw. Fragen zum technischen Zugang zur MVP: Support-AIFMD-Report@bafin.de

Umsetzung in aifExpert
  • Erstellung von Meldungen für das Bundeszentralamt für Steuern
  • Gemäß den rechtlichen und technischen Vorgaben (CRS & FKAustG)
  • Direkte Übermittlung an das BZSt für die Massendatenübermittlung (ELMA)
  • Anpassung des Moduls für ausländische Meldungen & Finanzinstitute möglich (auf Anfrage)
  • Stichwort: Common Reporting Standard
Kurzbeschreibung Der Common Reporting Standard (CRS) ist ein internationales Verfahren zum Austausch von Finanzkonteninformationen mit dem Ziel, grenzüberschreitende Sachverhalte aufzudecken und Steuerhinterziehung zu bekämpfen.
Rechtliche Grundlagen
  • Gesetz zur mehrseitigen Vereinbarung vom 29. Oktober 2014 zwischen den zuständigen Behörden über den automatischen Austausch von Informationen über Finanzkonten

  • EU-Amtshilferichtlinie EUAHiRL 2011/16/EU in der Fassung RL /107/EU
  • EU-Amtshilfegesetz
  • Finanzkonten-Informationsaustauschgesetz (FkAustG)
  • § 5 Abs. 1 Nr. 17 Finanzverwaltungsgesetz (FVG)
Meldepflichtige Unternehmen

Ein meldendes deutsches Finanzinstitut im Sinne des FkAustG ist ein

  • in Deutschland ansässiges Finanzinstitut (nicht aber seine Zweigniederlassungen im Ausland) sowie
  • die in Deutschland befindlichen Zweigniederlassungen eines im Ausland ansässigen Finanzinstituts.

Ein Finanzinstitut ist ein Institut, das in der Bundesrepublik Deutschland als

  • Verwahrinstitut (z.B. eine Bank, die das Wertpapierdepot eines Kunden verwaltet),
  • Einlageinstitut (z.B. eine Bank, die ein Girokonto oder Sparbuch für ihre Kunden hält),
  • Investmentunternehmen (z.B. Investmentfonds) oder
  • Spezifizierte Versicherungsgesellschaft (z.B. Gesellschaften, die Lebensversicherungen verkaufen) tätig ist.

Eine meldepflichtige Person ist eine natürliche Person oder ein Rechtsträger, die bzw. der nach dem Steuerrecht eines anderen Teilnehmerstaates in diesem ansässig ist (siehe auch § 6 des FkAustG).

Die meldepflichtigen Konten umfassen Konten von meldepflichtigen natürlichen und juristischen Personen (einschließlich Trusts und Stiftungen).

Inhalte der Meldung

Die Meldung beinhaltet Informationen zum Investor und zum Wert des Investments, insbesondere

  • personenbezogene Daten wie Name, Adresse, Kontonummer, steuerrelevante Daten (z.B. Steueridentifikationsnummer) und
  • Finanzinformationen, z.B. diverse Arten von Kapitalerträgen (unter anderem Zinsen, Dividenden, Einkünfte aus bestimmten Versicherungsverträgen und andere ähnliche Erträge), Kontoguthaben sowie Erlöse aus der Veräußerung von Finanzvermögen.
Fristen

Jeweils bis zum 31. Juli des dem Meldezeitraum folgenden Jahres

Meldeweg / Schnittstellen

Datenübermittlungswege an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt):

  • Händisch per Online-Formular und Einzeldatenübermittlung (BZStOnline-Portal BOP)
  • XML-Web Upload im BOP
  • Massendatenübermittlung (ELMA)
Technische Grundlagen
  • Die Meldung kann ausschließlich im XML-Format abgegeben werden. Dieses muss den Vorgaben der amtlichen Datensatzbeschreibung entsprechen.
  • Notwendig ist eine Registrierung über das Formular "Anmeldung des Datensenders zur elektronischen Übermittlung von Daten im CRS-Verfahren".
  • Dort auch: Angabe der gewünschten Schnittstelle (BOP-Formular und/oder ELMA-Massendatenschnittstelle)
  • Einer Anmeldung bedarf es einmalig und lediglich
Zusätzliche Verpflichtungen CRS beinhaltet die Pflicht zur Prüfung passiver Rechtsträger und ggf. Meldung der natürlichen Personen, die diese Rechtsträger tatsächlich beherrschen.
Kontakt und Support
  • Weiterführende Informationen:

https://www.bzst.de/DE/Unternehmen/Intern_Informationsaustausch/CommonReportingStandard/commonreportingstandard_node.html

  • Handbücher des BZSt:

https://www.bzst.de/DE/Unternehmen/Intern_Informationsaustausch/CommonReportingStandard/Handbuecher/handbuecher_node.html

Hintergrund Unter anderem ausgelöst durch die FATCA-Regelungen der USA, alle Einkünfte seiner Bürger aus Kapitalvermögen zu besteuern (unabhängig davon in welchem Land diese anfallen), hat die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) ebenfalls eine Meldepflicht für bestimmte Finanzkonten und deren Erträge (s.o.) eingeführt. Das vereinheitlichte Verfahren CRS wurde bisher von mehr als 90 Staaten angenommen und soll den Informationsaustausch zwischen den Ländern und somit letztlich die effektive Besteuerung sicherstellen.

kommende Module

  • Erstellung von Meldungen für die Bundesbank
  • Gemäß den rechtlichen Vorgaben
  • Stichwort: Z5 und Z5a-Formulare /-Meldungen
  • Erstellung von Meldungen für die BaFin/Esma
  • Gemäß den rechtlichen Vorgaben (Delegierte Verordnung (EU) Nr. 35/2015)
  • Stichworte: Berichte - SFCR, RSR, ORSA

 

  • Erstellung von Meldungen für das Bundeszentralamt für Steuern
  • Gemäß den rechtlichen Vorgaben (Fatca-USA-UmsV)
  • Direkte Übermittlung an das BZSt durch die Massendatenübermittlung (ELMA)
  • Erstellung von Meldungen für die BaFin/Esma
  • Gemäß den rechtlichen Vorgaben (CRR)
  • Erstellung von Meldungen für die BaFin/Esma
  • Gemäß den rechtlichen Vorgaben (VAG)
  • Erstellung von Meldungen für die Bundesbank
  • Gemäß den rechtlichen Vorgaben (Artikel 387 bis 403 CRR)
  • Stichworte: LE1-LE5-Formulare /-Meldungen